10 Horror- und Gruseltipps für Paris

Horror und Gruseltipps fuer Paris

Auch wenn Paris für seine Horrorattraktionen vielleicht nicht so bekannt ist wie London oder Edinburgh, hat die Stadt der Guillotine im Gruselbereich dennoch einiges zu bieten. Hier sind 10 Grusel- und Horrortipps für Paris!

1. Das Gruselkabinett Le Manoir de Paris

Gruselkabinett Paris Horror

Das Manoir de Paris ist ein absoluter Geheimtipp. Bei dieser Horrorattraktion nehmen Besucher in kleinen Gruppen an einem Rundgang durch ein verlassenes psychiatrisches Krankenhaus teil… Dabei erwecken in Monster verkleidete Schauspieler gruselige französische Legenden wieder zum Leben. Macht euch auf zahlreiche Schreckmomente und schaurige Überraschungen gefasst. Ein tolle Attraktion, uneingeschränkt zu empfehlen, über die ich in diesem Artikel berichtet habe.

2. Der Friedhof Père Lachaise in Paris

Friedhof Pere Lachaise Graeber

Gruselig und wunderschön zugleich! Der Père Lachaise ist meiner Meinung nach eines der weniger bekannten Highlights von Paris. Was es neben den Ruhestätten von zahlreichen Berühmtheiten zu sehen gibt? Verlassene Gräber, offenstehende Mausoleen und furchteinflößende Statuen! Wer sich in dem geheimen Chemin des Chèvres verirrt, wird sich wie in einem alten Horrorfilm vorkommen… Sleepy Hollow lässt grüßen. Übrigens: 2014 wurde ein Mann auf dem Friedhof ermordet – sein Schädel wurde eingeschlagen. Ein Jahr zuvor fand man unweit vom Tatort 20 zerstückelte Katzen. Das Ganze deutet auf einen Ritualmord hin… Laut einigen Forschern soll nämlich Graf Dracula (bzw. Vlad Tepes, die Person, die Bram Stocker als Inspiration diente) auf dem Friedhof begraben sein… Findet ihr sein Grab? Kleiner Tipp: Es soll sich in der Dracula-Allee befinden! Infos zum Père Lachaise gibt es hier. Eine deutschsprachige Führung durch den Père Lachaise könnt ihr hier buchen.

3. Die Guillotine

Guillotine Paris

Die Witwe, der nationale Rasierapparat… Das Todesinstrument der französischen Revolution hat zahlreiche Spitznamen. Ganz abgeschafft wurde das grausame Fallbeil in Frankreich erst 1981. An einem ganz bestimmten Ort in Paris kann man aber auch heute noch die „Überreste“ der Guillotine sehen. Wer in der Rue de la Croix Faubin ein Auge auf den Boden wirft, wird 5 alte Steinplatten bemerken. Diese dienten als stabiler Unterboden für die Guillotine, die an diesem Ort regelmäßig zum Einsatz kam. Viele Touristen legen sich heute mit dem Kopf auf die Steine und machen ein kleines Erinnerungsfoto für das Familienalbum. Mehr zu diesem Ort und zu der Guillotine.

4. Die Mühlen von Montmartre

Muehle Montmartre

Montmartre, das idyllische Dorf inmitten von Paris, das Touristen aus aller Welt zum Träumen bringt – Romantik pur. Was viele aber nicht wissen: An den Mühlen in Montmartre spielte sich ein äußerst blutiges Drama ab. Als die Kosaken 1814 nach Paris kamen, kam es auf dem Hügel zu heftigen Kämpfen. Um sich für den Tod eines Soldaten zu rächen, brachten die Russen einen jungen Mann um. Anschließend teilten sie ihn in vier Stücke und befestigten jedes der Stücke an einem der Flügel der Mühle. Als Erinnerung an diese Bluttat stellte die Mutter des jungen Mannes eine kleine rote Mühle auf sein Grab. „Rote Mühle“? Übersetzt man das nicht mit „Moulin Rouge“? Genau! Dieses Drama diente als Inspiration für den Namen des berühmten Kabaretts. Lust auf noch mehr spannende Storys über das Viertel Montmartre?

5. Zombies in Paris!

Unglaublich, aber wahr! Überall auf der Welt verkleiden sich jedes Jahr tausende von Menschen in Zombies, um so durch die Straßen der Großstädte zu ziehen – ein Gay Pride der anderen Art! Der Umzug findet in Paris jedes Jahr Anfang Oktober statt (offizielle Website). Was bei diesen Märschen so abgeht, seht ihr in dem Video. Sollte der Ernstfall eintreten und die „echten“ lebenden Toten wieder auferstehen, müsst ihr auf jeden Fall den Zombie Survival Guide von Max Brooks gelesen haben – ein satirischer und (für Zombie-Fans) empfehlenswerter Überlebensführer mit vielen praktischen Tipps, um auch die schlimmste Zombie-Apokalypse zu überstehen!

6. Die Katakomben von Paris

Katakomben Paris

Gruseliger kann es kaum werden! Als die französischen Friedhöfe im 19. Jahrhundert aufgrund einer Seuche überfüllt waren, wurden die Lebensumstände in der Stadt unerträglich. Der Verwesungsgeruch soll so stark gewesen sein, dass einige Einwohner sogar in ihren Wohnungen in Ohnmacht fielen. Um dieses Problem der „Überbevölkerung“ zu lösen, wurden die Gebeine von knapp 6 Millionen Menschen in die alten Steinbrüche unter der Stadt transportiert. Dieses größte Beinhaus der Welt kann auch heute noch besichtigt werden. Alle Infos für den Besuch, sowie die Öffnungszeiten und Eintrittspreise findet ihr in meinem Artikel über die Katakomben von Paris. Wer vor seiner Parisreise schon ein bisschen Katakombenluft schnuppern will, kann sich als Appetithäppchen den Horrorfilm Katakomben anschauen, der in der Originalkulisse gedreht wurde. Meine Kritik über den Film könnt ihr hier nachlesen.

7. Kanalisationsmuseum

Kanalisationsmuseum Paris

Wer keine Angst vor den 20 Millionen Ratten hat (10 für jeden Einwohner), die im Untergrund von Paris leben, kann das bekannte Kanalisationsmuseum der Stadt besichtigen. Von dem Regenauffangbecken, das Paris vor Überschwemmungen schützen soll, bis hin zu den ersten Kanalisationsbauten aus dem 19. Jahrhundert, erfahrt ihr hier mehr über die Geschichte der Entwässerungstechniken der Hauptstadt. Außerdem kann man dem vorbeirauschenden Abwasser live zusehen… Achtung, der Rundgang führt euch durch eine Reihe von engen Tunneln… Wenn die Ratten aufkreuzen, gibt es kein Entkommen mehr.

Adresse: Pont de l’Alma, 75007 Paris, gegenüber vom 93 Quai d’Orsay
Metro: Linie 7, Station Pont de l’Alma
Öffnungszeiten: Samstag bis Mittwoch 11 Uhr bis 17 Uhr
Eintrittspreise: 4,60 € / Ermäßigt 3,30 €

8. Horrorführung „Morde und dunkle Geheimnisse“

Horrorfuehrung Mord Paris

Die französische Geschichte hat nicht nur schöne Seiten. Serienmörder, Folterungen, Hinrichtungen, die Revolution und die Guillotine – auch das gehört zu Paris. Wer mehr über die dunklen Geheimnisse der Stadt erfahren möchte, kann an dieser speziellen Stadtführung teilnehmen, die einen Einblick in die grausamen Geschichten gewährt, die sich hinter den makellosen Fassaden der Haussmann-Häuser abgespielt haben… Eine Tour mit dem Kribbeln im Nacken! Infos und Buchung hier.

9. Das Phantom der Oper

Phantom der Oper Paris Loge Oper Garnier
Foto: Castlephile Travels

Jeder kennt das berühmte Musical Das Phantom der Oper von Andrew Lloyd Webber, welches von dem Roman Le Fantôme de l’Opéra von Gaston Leroux inspiriert wurde. Wusstet ihr, das die Story auf wahren Begebenheiten beruht? Und dass diese in Paris stattfanden? Eine Zeit lang gab es in der Oper Garnier in Paris zahlreiche Todesfälle, für die ein Phantom verantwortlich gemacht wurde. Ein paar Jahre später hat eine bis heute unbekannte Person der Oper jeden Monat 20.000 Francs als Miete für die Loge Nr. 5 überwiesen. Angeblich war es das Phantom. Und genau aus diesem Grund ziert auch heute noch der Schriftzug „La loge du fantôme de l’Opéra“ die Eingangstür der Loge Nr. 5! (Es gibt auch eine Führung, die sich mit den Geheimnissen der Oper Garnier beschäftigt.)

Adresse: 8 Rue Scribe, 75009 Paris
Metro: Linien 3,7 und 8, Station Opéra
Öffnungszeiten: 10 Uhr bis 17 Uhr, bzw. 18 Uhr im Sommer
Eintrittspreise: 11 € / Ermäßigt 7 €
Website & Tickets

10. Halloween in Disneyland Paris

Disneyland Halloween

In den Tagen vor Halloween verwandelt sich die Märchenwelt von Disneyland Paris in eine gruselige Schauerlandschaft. Zu den klassischen Disneyfiguren gesellen sich dann Geister, Hexen und lebensgroße Kirmesfiguren, die direkt aus Tim Burtons Film The Nightmare before Christmas entsprungen zu sein scheinen. Das Highlight der Halloween-Saison findet am 31. Oktober statt. An diesem Abend, an dem der Park ausnahmsweise von 20:30 Uhr bis 1 Uhr geöffnet ist, erwarten euch zahlreiche Überraschungen und Shows, bei denen den Bösewichten der Disneywelt der Vortritt gelassen wird – ein kostümiertes Erscheinen ist ausdrücklich erwünscht! (Falls ihr Lust habt, Disneyland am 31. Oktober zu besuchen, solltet ihr unbedingt im Voraus buchen. Die Tickets sind an diesem Tag nämlich nur begrenzt verfügbar und äußerst begehrt!)


Fotos – Disneyland: Harschlight – Le Manoir: Le Manoir – Titel: Le Manoir – Kanalisation: ignis, CC-Lizenz – Phantom der Open: Castlephile Travels – Mord: Public Domain

Der Artikel hat dir gefallen?

Folge Paris mal anders auf Facebook und erhalte zusätzliche Tipps für deine Paris-Reise!


 

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here