10 spannende Fakten über die Metro in Paris

Metro Paris 10 interessante Fakten

Die Pariser Metro wurde im Jahr 1900 in Betrieb genommen. In mehr als 100 Jahren sind doch bestimmt einige interessante Dinge passiert? Richtig! Hier sind 10 interessante Fakten über die Metro in Paris!

1. Französische Intimrasuren

Epilation-Maillot-Ticket-de-Metro-Paris-Sexe

Was haben die Metro in Paris und Intimrasuren gemeinsam? Den Namen des Fahrscheins! „Ticket de métro“ ist in Frankreich nämlich eine gängige Bezeichnung für eine weibliche Intimrasur, bei der sich eine Dame alle Haare entfernt und nur einen schmalen Streifen stehen lässt. Der erinnert an die Form des Metrotickets und den Magnetstreifen auf der Rückseite. Ab jetzt werdet ihr die Fahrscheine wahrscheinlich ein bisschen anders betrachten!


2. Geisterstationen

Geisterstation Croix Rouge Metro Paris

Haxo, Victor Hugo, Martin Nadaud, Arsenal… Es gibt einige Metrostationen, die ihr auf keinem Metroplan finden werdet. Und das aus einem guten Grund: Es handelt sich nämlich um Geisterstationen! Ganze 16 Stück gibt es davon sogar in Paris. Elf dieser verlassenen Stationen waren bis zu Beginn des zweiten Weltkriegs in Betrieb und wurden dann geschlossen. Fünf weitere wurden nach dem Krieg gebaut, aber aus verschiedenen Gründen nie in Betrieb genommen.


3. Uuuuund…. Action!

Dreharbeiten Paris Metro Film

Die Pariser Metro taucht in vielen französischen Filmen auf. Wer genau da ein Foto machen will, wo große Filmstars waren, wird lange suchen müssen. Dreharbeiten in der U-Bahn finden nämlich ausschließlich in der Station Porte des Lilas – Cinéma statt (eine dieser Geisterstationen), die für das Publikum nicht zugänglich ist.


4. Geisterfahrer in der U-Bahn

Linie 1 und 14 Metro Paris U-Bahn

In vielen Ländern ist die U-Bahn bereits komplett automatisiert. In Paris ist das noch lange nicht der Fall. Es gibt bis heute nur zwei Linien, die ohne Fahrer auskommen: die Linie 1 und die Linie 14. Mit Kindern in Paris? Solltet ihr diese Linien benutzen, ist es ratsam, ganz vorne einzusteigen. Da es keine Fahrerkabine mehr gibt, kann man vorne rausgucken – ein toller Spaß!


5. 20.000 Meilen unter dem Meer

Art et Metiers Fakten MEaro Paris

In Paris gibt es mehr als 300 Metrostationen. Eine davon sticht ganz besonders heraus: Arts et Métiers! Die Bahnsteige der Station wurden komplett mit Kupfer eingekleidet und sollen an das berühmte U-Boot Nautilus aus dem Roman „20.000 Meilen unter dem Meer“ von Jules Vernes erinnern! Es wurden sogar einige Bullaugen in die Wände eingelassen. Die Decke der Station ist außerdem mit diversen Zahnrädern und Maschinerie-Elemente verkleidet. Dieser Steampunk-Stil ist eine Anspielung auf das Conservatoire National des Arts et Métiers, ein Technikmuseum, das sich nicht weit entfernt von der Station befindet.


6. Die Metro in Zahlen

Die Metro in Zahlen

Im Jahr 2011 wurden 1,506 Milliarden Fahrten registriert. Das sind pro Tag 4,13 Millionen. Jede Sekunde treten also 48 neue Passagiere ihre Fahrt an. Die RATP besitzt mehr als 700 Züge und davon werden zu Stoßzeiten bis zu 563 gleichzeitig eingesetzt. Auf der Linie 7 sind das 60 Züge pro Stunde – einer pro Minute! 2013 haben 71 Personen versucht, sich das Leben zu nehmen. 23 haben es leider geschafft. Die längste Linie ist die Linie 8 mit 23,4 km. Die Kürzeste ist die 7bis, mit nur 3 Stationen und 1,3 km. Die Durschnittsgeschwindigkeit der U-Bahn liegt nur knapp über 20 Stundenkilometer, mit Ausnahme der automatisierten Linie 14, die mit 40 km/h durch die Tunnel schießt. Auf den 219 Kilometern Schienen gibt es 302 Metrostationen. Die meistbesuchte ist Gare du Nord mit 49.721.477 Fahrgästen pro Jahr. Die Station Eglise d’Auteuil ist die unbeliebteste: Hier steigen jedes Jahr nur 179.009 Personen ein.


7. Die Metro in Lissabon und Mexiko

Metro Paris Mexico City

Die berühmten Metro-Eingangstore, die so typisch für die Stadt Paris sind, wurden vom französichen Architekten Hector Guimard im Art Nouveau-, bzw. im Jugendstil entworfen. Diese Kunstrichtung inspiriert sich von der Natur und deswegen ähneln diese Tore den Blättern und Ästen eines Baumes. Einige dieser markanten Bauwerke wurden an andere Städte verschenkt. So findet man in Chicago, Mexico City, Lissabon (Bild), Montreal, Moskau und Washington original Pariser Metrotore!


8. Die tiefste Station

Metrostation Abbesses Paris

Die Metrostation Abbesses im Zentrum von Montmartre ist die tiefste Station in Paris. Genau 36 Meter geht es hier nach unten. Viele Touristen sind sich darüber jedoch nicht bewusst. Sie steigen aus den Zügen aus, haben keine Lust auf den Aufzug zu warten und entscheiden sich kurzerhand für einen Aufstieg über die Treppen. Was sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen: Sie müssen jetzt knappe 10 Stockwerke nach oben gehen!


9. Nur eine weibliche Station

Louise Michel Paris Station Metro

Das der Franzose ein Macho ist, ist nichts Neues. Und deswegen gibt es in Paris nur eine Metrostation, die nach einer Frau benannt wurde: Louise Michel. Zugegeben, es gibt auch die Station Pierre et Marie Curie. Allerdings wird die berühmte Wissenschaftlerin dort in Verbindung mit ihrem Ehemann erwähnt. Und auch das erst seit 2007: Davor hieß die Haltestelle nur Pierre Curie! Arbeitsrechtlich sieht es nicht besser aus: Die erste Metrofahrerin hat erst 1982 ihren Dienst angetreten. Eigentlich nichts schockierendes: Schließlich wurde es Frauen in Paris erst 2012 gestattet, eine Hose zu tragen.


10. Laetitia Toureaux – das perfekte Verbrechen

Mord Metro Paris

Wir sind der 16. Mai 1937. Laetitia Toureaux steigt in einen Wagon der Linie 8. Sie ist alleine. Eine Station und 45 Sekunden später steigen 6 Passagiere hinzu. Laetitia bricht auf ihrem Stuhl zusammen – und in ihrem Rücken steckt ein Messer. Vom Mörder fehlt allerdings jegliche Spur, obwohl der Mord zwischen beiden Stationen stattgefunden haben muss. Ein perfektes Verbrechen, das damals für große Schlagzeilen sorgte. Wie konnte der Täter den Wagon bei voller Fahrt verlassen? Trotz eines anonymen Bekennerbriefes aus dem Jahr 1962 (25 Jahre später) bleibt das Verbrechen bis heute ungeklärt.


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Fotos: Lamilli, Stephen Butterworth, Gonioul, Yann Caradec, Vincent Desjardins, Maurits90, Thomas Claveirole, Thesupermat, John Pannell – Alle Bilder Public Domain oder Creative Commons-Lizenz

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