Das Orangerie-Museum in Paris

Musee Orangerie Paris

Wenn ihr euch für Kunst und insbesondere für den Impressionismus interessiert, darf das Musée de l’Orangerie auf eurer Reiseroute nicht fehlen. In dem Kunstmuseum, das nördlich der Seine im schönen Tuileriegarten liegt, erwarten euch nämlich mit den Gemälden von Monet und Renoir einige der bekanntesten Werke dieser Stilrichtung.

Die Geschichte des Orangerie-Museums

1852 vollendete der Architekt Louis Visconti die von seinem Kollegen Firmin Bourgeois geplante Errichtung des Gebäudes, das heute das Musée de l’Orangerie beherbergt und zunächst für die Lagerung von kälteempfindlichen Pflanzen aus dem Tuileriengarten genutzt wurde. Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts waren erstmals Kunstausstellungen im Inneren des Bauwerks zu sehen. 1921 wandelte die Pariser Verwaltung der Schönen Künste das Orangeriegebäude in eine Außenstelle des Musée du Luxembourg um. Acht Seerosengemälde des legendären Malers Claude Monet waren in den folgenden Jahren die bekanntesten Ausstellungsstücke des Musée de l’Orangerie und bildeten im Erdgeschoss des Museums ein Panorama, das in Paris als Wahrzeichen galt. Im Rahmen der zahlreichen Wechselausstellungen bewunderten die Besucher im restlichen Bereich des Gebäudes zum Beispiel 1932 die Werke von Édouard Manet und 1941 Gemälde von Berthe Morisot. Für große Sammlungen der Kunsthändler Paul Guillaume und Jean Walter baute man das Museum von 1960 bis 1965 aus.

Was kann man im Musée de l’Orangerie sehen?

Die Seerosenbilder von Claude Monet sind das Herzstück des Musée de l’Orangerie geblieben. In zwei Ovalen Sälen erstrecken sich die Gemälde, die jeweils zwei Meter hoch und bis zu 17 Meter breit sind, über eine Strecke von mehr als 100 Metern. Darüber hinaus ist das Musée de l’Orangerie für 20 Werke von Pierre-Auguste Renoir bekannt. Auf diesen Gemälden sind vor allem Frauendarstellungen und Stillleben zu sehen. Besonders beliebt sind im Musée de l’Orangerie Renoirs Werke „Junge Damen am Klavier“ und „Der Clown“. Ein Landschaftsgemälde des Malers Alfred Sisley ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der impressionistischen Kunstsammlungen des Museums. Neun Werke von Henri Rousseau und eine Südseelandschaft von Paul Gauguin befinden sich unter den berühmtesten Werken aus dem Spätimpressionismus. Außerdem beinhaltet das Musée de l’Orangerie einen aus 13 Arbeiten von Paul Cézanne bestehenden Werkblock. Für elf Gemälde der Legende Pablo Picasso ist das Museum ebenso weltweit renommiert.

Orangerie-Museum-Paris

Audioguide und Führungen durch das Musée de l’Orangerie

Ein Audioguide (auch auf Deutsch) ist am Eingang des Museums erhältlich.

Eintrittspreise für das Musée de l’Orangerie

Eintrittspreis für Erwachsene: 9 €
Ermäßigter Eintrittspreis: 6,50 €

Kostenloser Eintritt für alle Besucher jeden ersten Sonntag im Monat. An allen Tagen, kostenloser Eintritt für behinderte Personen (mit einem Begleiter) und für junge Menschen (18-25 Jahre), die EU-Bürger sind.

Kombiticket Musée de l’Orangerie – Musée d’Orsay: 14 €

Öffnungszeiten für das Musée de l’Orangerie

Das Museum ist jeden Tag von 9 Uhr bis 18 Uhr geöffnet, außer am Dienstag, am 1. Mai, am Vormittag des 14. Juli und am 25. Dezember. Der letzte Einlass erfolgt um 17:15 Uhr. Die Säle schließen um 17:45 Uhr.

Adresse und Metrostation Musée de l’Orangerie

Die Adresse des Orangerie-Museums:
Jardin der Tuileries, 75001 Paris

Metrolinien 1, 8 und 12 – Station: Concorde


Fotos – Außen: Homonihilis – Innen: LWY – CC, Wikipedia Commons

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