Das Centre Pompidou in Paris

Centre Pompidou in Paris

Im Pariser Viertel Beaubourg, nur ein paar Hundert Meter von der Kathedrale Notre-Dame und dem größten unterirdischen Bahnhof Europas Châtelet – Les Halles entfernt, befindet sich das wohl beeindruckendste Museum für Kunst des 20. Jahrhunderts in Europa: das Centre national d’art et de culture Georges Pompidou. Kurz: das Centre Pompidou!

Kurze Geschichte des Centre Pompidou

Als Nachfolger von Charles de Gaulle wollte der Staatsmann Georges Pompidou die Vorstellungen eines Museums für Kunst des 20. Jahrhunderts seines Vorgänger weiter verfolgen. Neben dem Ziel der Etablierung von Paris als Kunstmetropole sollte gleichzeitig die ohnehin überstrapazierte Nationalbibliothek der Stadt entlastet werden. Am 11. Dezember 1969 wurde die Entscheidung für den Bau offiziell verkündet. In der Mittel des Folgejahres wurde für das Bauprojekt ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Knapp ein Jahr später begannen die Gewinner Renzo Piano, Gianfranco Franchini und Richard Rogers mit der Umsetzung des prestigeträchtigen Bauprojekts. Am 31. Januar 1977 eröffnete Pompidou-Nachfolger Valéry Giscard d’Estaing das Centre Pompidou.

Das Gebäude

Besonders die durchweg außergewöhnliche Architektur des Centre Pompidou sorgt unter den Besuchern für Aufsehen und staunende Blicke. Entgegen aller Erwartungen haben die Architekten jegliche Gebäudetechnik, wie zum Beispiel das Tragwerk, die Rolltreppen oder Rohre, an der Fassade des Objekts angebracht. Angesichts dieser „untypischen“ Kulisse für die Stadt Paris erhielt das Centre Pompidou innerhalb kürzester Zeit Spitznamen wie „Notre Dame der Rohre“ oder „Ölraffinerie“. Während einige Größen aus Kunst und Kultur Kritik an dem Neubau übten, konnte die Mehrheit der Bevölkerung ihre Begeisterung für das neue Zentrum für internationale Künste nicht verbergen. Statt der erwarteten 5.000 Besucher pro Tag, kamen schon bald durchschnittlich 25.000 Kunst- und Kulturliebhaber aus aller Welt täglich zum Centre Pompidou. Auch heute noch steht das Gebäude wegen seiner revolutionären und ebenso mutigen Architektur auf jedem gut geführten Studienplan an Universitäten.

Was gibt es im Centre Pompidou zu sehen?

Hinter dem Netzwerk aus bunten Röhren verbergen sich sechs Etagen, die in zahlreiche Abteilungen unterteilt sind. Das Centre Pompidou beherbergt unter anderem das größte Museum für zeitgenössische und moderne Kunst in Europa. Mehr als 70.000 Werke von Meistern ihres Fachs, wie etwa Kandinsky, Picasso, Chagall, Dali oder Matisse, teilen sich ihren Platz mit Kunstobjekten von Tallon, Garouste oder Buren.

Ausstellung Centre Pompidou

Jährlich richtet das Kulturzentrum inmitten von Paris rund 25 Sonderausstellungen aus. Darüber hinaus ist das Veranstaltungsprogramm mit Konzerten, Vorträgen und Seminaren gefüllt. Unterhaltsame Abende im Theater, bei Konzerten oder im Kino sind ebenfalls möglich. Geschäfte und Restaurants runden das Angebot im Centre Pompidou gelungen ab.

Neben dem Centre Pompidou

Der Strawinsky-Brunnen

Strawinsky Brunnen Paris

Direkt neben dem Centre Pompidou befindet sich der Stravinsky-Brunnen. Diese ungewöhnliche Komposition aus 16 wasserspeienden „Plastikteilen“ ist aus einer Zusammenarbeit zwischen dem schweizer Bildhauer Jean Tinguely und der Pop Art-Künstlerin Niki de Saint Phalle (bekannt für die Nana-Figuren) entstanden. Erinnern soll das Kunstwerk an die Kompositionen des russischen Komponisten Igor Strawinsky, die eng in Verbindung mit farbenprächtigen Kinderbüchern stehen. Außerdem soll die Skulptur als visueller Übergang zwischen der dunklen, grauen Kirche Saint-Merri und dem bunten Centre Pompidou dienen.

Die Zinedine Zidane-Statue

Zinedine Zidane Statue Paris

Ein weiteres sehenswertes Kunstwerk, dass sich direkt neben dem Centre Pompidou befindet, ist die 3 Meter hohe Zinedine Zidane-Statue. Die ungewöhnliche Skulptur ist dem französischen Fußballgott gewidmet und zeigt den wahrscheinlich aufsehenerregendsten Moment seiner Karriere: den Kopfstoß, den er seinem italienischen Kollegen Marco Materazzi beim Finale der Fußball-WM 2006 verpasste!

James Bond im Centre Pompidou!

Das Centre Pompidou war für damalige Verhältnisse sogar so futuristisch, dass es als Kulisse für einige Szenen des James Bond Films Moonraker diente. In dem Streifen war das Gebäude das Forschungslabor des Bösewichts Hugo Drax.

Tickets für das Centre Pompidou kaufen

Die Warteschlangen am Centre Pompidou können am Wochenende sehr lang sein. Tickets für das Centre Pompidou gibt es auf Ticketmaster (auf Englisch). GetYourGuide bietet für dieses Museum leider keine Tickets an.

Eintrittspreise für das Centre Pompidou

Erwachsene zahlen für das Centre Pompidou 11 € Eintritt. Der ermäßigte Eintrittpreis liegt bei 11 € (Jugendliche 18 bis 25). Bis 18 ist der Eintritt in das Centre Pompidou kostenlos.
Für besondere Ausstellungen, Konzerte, Aufführungen usw. gelten ggf. andere Eintrittspreise.

Adresse und Metrostation Centre Pompidou

Die Adresse des Centre Pompidou lautet: Place Georges-Pompidou, 75004 Paris. Es befinden sich zahlreiche RER- und Metrostationen im Umkreis des Museums: Châtelet, Les Halles, Etienne Marcel Rambuteau, Hôtel de Ville und Châtelet – Les Halles (auf den Metro- und RER-Linien 1, 4, 11, B, D).

Öffnungszeiten Centre Pompidou in Paris

Das Centre Pompidou ist jeden Tag (außer diesntags) von 11 Uhr bis 21 Uhr geöffnet. Am 1. Mai ist das Museum geschlossen. Am Donnerstag ist es möglich, das Museum bis 23 Uhr zu besichtigen (Galerien 1 und 2).


Fotos – Zinédine Zidane: Channone Arif – Strwinsky-Brunnen: Alinea – Aussenansicht, Ausstellung: Dalbera

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