10 Orte in Paris, die man unbedingt meiden sollte

Welche 10 Orte sollte man in Paris auf alle Fälle meiden? Was sind die wirklichen „No Go“-Zonen in Paris? Damit der Traumurlaub in Paris nicht zu einem Alptraum wird, sollte man um einige Orte einen großen Bogen machen. Von der Touristenhochburg Saint-Michel bis zum schlechtesten Restaurant in Paris – Hier sind 10 Orte in Paris, die man auf alle Fälle meiden sollte.

Einkaufszentrum Forum Les Halles

Forum des Halles Paris

In meinem Artikel über die Kaufhäuser in Paris habe ich bereits über das scheußliche Einkaufszentrum Forum des Halles berichtet. Es ist so hässlich, das man schnell wieder raus möchte und so groß, dass man ewig nach einem Ausgang sucht – eine echtes Problem. Die Decken sind tief, es ist äußerst unübersichtlich aufgebaut und es wimmelt überall nur so von Menschen. Die über 10 Jahre andauernden Renovierungsarbeiten wurden 2016 endlich fertig gestellt, sodass das Kaufhaus zumindest von außen nun ein wenig ansprechender aussieht. Allerdings hat man nach Fertigstellung der Bauarbeiten gemerkt, dass das neue Dach nicht wasserdicht ist. Das Forum Les Halles gehört ohne jeglichen Zweifel zu den 10 Orten in Paris, die man auf alle Fälle meiden sollte.

Umsteigen in Châtelet – Les Halles

Metrostation Chatelet les Halles

Unter dem Forum den Halles befindet sich die Metrostation Châtelet – Les Halles, in der sich 5 Metrolinien und 3 RER-Linien kreuzen. Die Station wird jeden Tag von 750.000 Passagieren besucht und ist der größte unterirdische Bahnhof auf der Welt. In der Rush Hour stoppen hier 120 Züge pro Stunde, am Tag sind es insgesamt 1.500. Die Wege, die man zum Umsteigen zurücklegen muss, können also relativ lang sein. Wenn man Pech hat, ist man schon mal eine gute Viertelstunde in den labyrinthartigen Tunneln der Station unterwegs. Wenn es sich einrichten lässt, solltet ihr andere Stationen zum Umsteigen bevorzugen. Wenn es partout nicht anders geht: Augen zu und durch.

Der 23. Dezember in den Galeries Lafayette

Weihnachten Galeries La Fayette

Shopping in Paris – für viele ein Traum. Es gibt viele Kaufhäuser in Paris und unter normalen Umständen ist der Besuch der Einkaufszentren auch sehr empfehlenswert. In der Woche vor Weihnachten sollte man einen Besuch der beiden Kaufhäuser Lafayette und Printemps allerdings tunlichst vermeiden. Dort gehen dann nämlich nicht nur die Pariser einkaufen, die in völliger Verzweiflung auf dem letzten Drücker noch ein Weihnachtsgeschenk suchen, sondern auch Millionen von Touristen aus aller Welt. Ganze Busse voller asiatischer Touristen halten in der Weihnachtszeit vor den Galeries Lafayette. Sobald die Tür aufgeht, läuft auch die Uhr. Genau zwei Stunden Zeit haben unsere asiatischen Freunde dann, um soviel wie möglich einzukaufen. Wie voll es in den beiden Shoppingtempeln in den Tagen vor Weihnachten ist, könnt ihr euch gar nicht vorstellen, ohne es erlebt zu haben – die Menschenmassen übersteigen jegliche Vorstellungskraft.

Touristenhochburg Saint-Michel

Saint Michel Touristenviertel Paris

In kleinen den Straßen (insbesondere die Rue Xavier Privas) rund um die Metrostation Saint-Michel gibt es hunderte von Restaurants und Souvenirgeschäften. Pariser Einwohnern werdet ihr in diesen Straßen jedoch nicht über den Weg laufen. Saint-Michel ist nämlich die Touristenhochburg schlechthin. Wenn ihr Restaurants mit großen englischsprachigen Schriftzügen wie „French Specialities – Original Paris-Restaurant” seht, dann wisst ihr, dass ihr an der falschen Stelle seid. In einer TV-Reportage, die vor Kurzem ausgestrahlt wurde, ist herauskommen, dass die Weinflaschen, die dort für 10-15 € an Touristen verkauft werden, teilweise nicht mehr als 1 € im Einkauf kosten – Kopfschmerzen vorprogrammiert. Die Apotheke um die Ecke macht wahrscheinlich einen Millionenumsatz mit dem Verkauf von Aspirin. Also: Umdrehen und gegen den Strom der ankommenden Touristen das Viertel sofort wieder verlassen. Eventuell kann man sich hier mittags einen kleinen Snacks zum Mitnehmen kaufen (die Rue Xavier Privas ist auch als die „Pariser Döner-Straße“ bekannt), das war es aber auch schon. Wer gemütlich essen möchte, findet hier meine Restaurant-Empfehlungen für Paris.

Aquarium de Paris

Aquarium-Paris-Hai

In meinem Artikel über die Aquarien in Paris habe ich bereits über das Aquarium de Paris berichtet, das zwar eigentlich gar nicht schlecht, aber viel zu teuer ist. Ganze 20 € Eintritt verlangt das Aquarium für einen Erwachsenen. Dabei ist der Besuch relativ kurz und nach einer guten Dreiviertelstunde auch schon wieder vorbei. Also: Tappt nicht in die Falle, meidet diesen Ort und besucht lieber das mit 5 € sehr günstige Aquarium Tropical de la Porte Dorée besichtigen. Wer ein paar Tage in Disneyland verbringt, kann auch dem schönen Sea Life Paris Val d’Europe einen Besuch abstatten.

Pariser Vorstadt im Norden

Vorstadt Paris

Die Vorstadt im Norden von Paris solltet ihr auf alle Fälle meiden. Das Département Saint-Denis hat nämlich die höchste Kriminalitätsrate Frankreichs. Die Unruhen, bei denen im Jahr 2005 wochenlang jede Nacht hunderte von Autos verbrannt wurden, begannen genau an diesem Ort. Keine Sorge jedoch, wenn ihr zum Flughafen Charles de Gaulles fahrt: Auch wenn der Flughafen im Norden von Paris liegt, ist die Fahrt dorthin sehr sicher. Die Züge der RER sind zu jederzeit gut besucht, sodass man keine Angst haben muss, alleine in einem Wagon sitzen zu müssen. Meine Tipps zum Flughafentransfer nach Charles de Gaulles.

Das schlechteste Restaurant von Paris

Crepes essen in Paris

Ja, es gibt es: das schlechteste Restaurant von Paris! Die französische Zeitung Le Figaro hat dem Restaurant La Compagnie des Crêpes, einer Crêperie in Bercy Village, im August 2014 diesen prestigeträchtigen Titel verliehen. „Sogar der Nutella-Crêpes hat nicht geschmeckt“ schreibt eine Frau auf TripAdvisor – und das bei einem Preis von 6 €. „Ein Desaster – nur tiefgekühlte Ware“ schreibt ein anderer Kunde. Das Restaurant wurde 313 mal bewertet und hat dabei 188 mal nur einen Punkt bekommen – das ist rekordverdächtig! Der französische Blog Pariszigzag hat das Restaurant 2016 noch einmal getestet und kam zum selben Fazit: „Der Punkt Null der Gastronomie“. Wer einen leckeren Crêpe essen möchte, kann sich meinen Artikel Crêperien in Paris durchlesen.

Nachts im Bois de Boulogne spazieren gehen

Bois de Boulogne Prostitution

Der Bois de Boulogne ist eigentlich einer der schönsten Parks von Paris. Kinder können zum Beispiel im kleinen Freizeitpark Jardin d’Acclimatation im nördlichen Teil des Bois de Boulogne gemütlich Karussell fahren. Im Süden des Parks befindet sich auch die sehr schöne Pferderennbahn Hippodrome d’Auteuil, wo Eltern einen Teil ihres Ersparten verpulvern können. Am Abend und auch nachts sollte man den Park aber auf alle Fälle meiden. Dann dreht sich nämlich alles um das älteste Gewerbe der Welt, die Prostitution. Am Straßenrand warten zu später Stunde zahlreiche leicht bekleidete Frauen auf zahlungswillige Männer. Kommt der Kunde zu Fuß, wird der Verkehr im Busch vollzogen. Geht man also abends zu später Stunde spazieren, kann es sein, dass man auf das ein oder andere nackte Pärchen stößt. Wer in Paris ein bisschen Erotik sucht, kann sich meinen Sexguide für Paris durchlesen.

Autofahren auf dem Platz vor dem Triumphbogen

Verkehrschaos Triumphbogen Place Charles de Gaulle

Autofahren in Paris ist schon unter normalen Umständen eine heikle Sache. Zur Erinnerung: Der Pariser betrachtet sein Auto als reinen Gebrauchsgegenstand und dementsprechend stört es ihn auch nicht, wenn sein Fahrzeug die ein oder andere Schramme hat. Für den deutschen Touristen, der sein Auto eher als Statussymbol sieht, kann sich der Urlaub so zu einem wahren Alptraum entwickeln. Besonders auf dem riesigen Platz Charles de Gaulle am Triumphbogen ist das Verkehrschaos so unübersichtlich, dass man diesen Ort auf alle Fälle meiden sollte, wenn man sich einen Schweißausbruch ersparen will. Auch an anderen Kreisverkehren kann es in Paris kompliziert werden, denn nicht immer hat das Auto, das bereits im Kreisverkehr ist, auch die Vorfahrt! So oder so solltet ihr es vermeiden, mit dem Auto nach Paris zu kommen. Falls ihr die falsche Entscheidung getroffen habt, ist es ratsam, das Auto sicher zu parken. Meine Tipps für das Parken in Paris.

Ausgehen im Viertel Châtelet

Rue du Pot de Fer Nachtleben Paris
Die schöne Rue du Pot de Fer, Querstraße zur Rue Mouffetard

Es gibt viele schöne Ausgehviertel in Paris. Ein Viertel, dass man jedoch auf alle Fälle meiden sollte, ist Châtelet. Gemütlich ist es hier ganz und gar nicht und auch die Preise sind alles andere als anziehend – bis zu 10 € werden hier für einen halben Liter Bier verlangt. Pariser Flair? Schöne Terrassen? Französisches Ambiente? Fehlanzeige. Wer gemütlich abends ausgehen möchte, sollte eher das Viertel um die Rue Mouffetard, Rue du Pot de Fer und den Place de la Contrescarpe besuchen – ein Idylle im Vergleich zu Châtelet.

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