Montmartre in Paris

Montmartre ist ohne Zweifel eines der beliebtesten und schönsten Viertel der Stadt Paris. Die romantischen kleinen Gassen, in denen einst Künstler wie Picasso und Van Gogh lebten, verzaubern auch heute noch mit ihrem besonderen Charme Touristen aus aller Welt – ein absoluter Muss für alle, die Paris besuchen.

Empfehlungen für Montmartre

Zu den Highlights des Viertels zählen der Künstlerplatz Place du Tertre und die Basilika Sacré-Coeur. Sehr empfehlenswert ist es, sich ein bisschen „treiben“ zu lassen und die gemütlichen kleinen Straßen rund um diese beiden Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Interessante Anekdoten und skurrile Geschichten aus und zu dem Viertel erfahrt ihr bei unserer kostenlosen Stadtführung.

Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Montmartre

Rotlichtviertel Pigalle

Sexodrome Paris SexshopDas Pariser Rotlichtviertel befindet sich auf dem Boulevard-Abschnitt zwischen den Metrostationen Blanche und Pigalle. Bis auf einige wenige Ausnahmen (wie z.B. das Sexodrome) sind die verschiedenen Stripclubs und Sexshops auf dieser Straße jedoch etwas schmuddelig und heruntergekommen – das Viertel hat seine besten Zeiten hinter sich. Es empfiehlt sich, das bunte Treiben rund um die zahlreichen Sexlokale aus der Distanz zu beobachten und ein frisch gezapftes Bier in einer der zahlreichen Bars an den Plätzen Blanche und Pigalle zu genießen. Achtung: Zu später Stunde sollte man den Mittelstreifen des Boulevards vermeiden.

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Sacré-Coeur

Sacre-Coeur-Paris-MontmartreSeit 1914 thront die Basilika Sacré Coeur ganz oben auf dem Montmartre. Ihr gleißendes Weiß verdankt sie dem robusten Kalkgestein, aus dem sie gebaut wurde und das mit den Jahren immer heller wird. Von der Kuppel der Basilika hat man die wohl schönste Aussicht über Paris. Wem der Aufstieg über die Treppen zu anstrengend ist, kann den Funiculaire de Montmartre (die „Drahtseilbahn von Montmartre“) benutzen, um den Höhenunterschied von 130 Metern zu überwinden. Neben der unteren Station des Funiculaire warten die Herren von den Freundschaftsarmbändern – Aufpassen!

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Place du Tertre

Place du Tertre MontmartreDer Place du Tertre ist das historische (und heute touristische) Zentrum von Montmartre. Auf dem schönen und gemütlichen kleinen Platz stehen die Stände von unzähligen Karikaturisten und Malern, die gegen einen Obulus lustige Porträts von Touristen erstellen. Ganz billig ist der Spaß nicht, erkundigt euch also im Voraus über den Preis, falls ihr euch zeichnen lassen wollt. In den Häusern am Rande des Platzes gibt es zahlreiche Souvenirgeschäfte und Restaurants, deren Qualität ganz unterschiedlich ausfällt.

Cimetière de Montmartre

Friedhof MontmartreMitten im Häusermeer gelegen, wirkt der Friedhof von Montmartre wie eine Oase der Ruhe. Ursprünglich war das 11 Hektar große Gelände ein Gipssteinbruch und lag bei der Friedhofseröffnung 1825 außerhalb der Stadtgrenzen. Im Schatten alter Bäume findet man die Gräber vieler Berühmtheiten, wie Heinrich Heine oder Émile Zola. Sehenswert ist auch eine 1888 gebaute Metallbrücke, welche die Straße Rue Caulaincourt über den Friedhof leitet.

Espace Dali

Espace Dali MontmartreVersteckt in einer kleinen Seitenstraße unweit des Place du Tertre befindet sich der Espace Dalí. Über 300 Werke des surrealistischen Künstlers, hauptsächlich Plastiken und Gravuren, werden hier ausgestellt. Vogelmenschen und langbeinige Elefanten entführen den Besucher in die fantastische Traumwelt des Salvador Dalí. Auch die berühmten schmelzenden Uhren kann man bewundern. Ein in der Sonne zerlaufender Camembert hatte den Künstler einst dazu inspiriert.

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Musée de Montmartre

Musee de MontmartreOberhalb des Weinberges von Montmartre verläuft die stille Rue Cortot. Im Haus Nr. 12, dem ältesten Gebäude des Viertels, lebten Auguste Renoir und viele weitere Künstler. Seit 1960 erzählen hier Gemälde und andere Objekte die Geschichte des berühmten Viertels. Der Garten wurde nach Bildern gestaltet, die Renoir dort gemalt hat. 2014 kam das benachbarte Hôtel Demarne zum Museum, eine romantische Villa aus dem 19. Jahrhundert.

Die Mühlen von Montmartre

Muehlen Montmartre ParisUrsprünglich war Montmartre ein kleines Dorf. Rund um die Abtei Saint-Pierre lagen ein paar Bauernhäuser und viele Windmühlen. Sie wurden nicht nur zum Mahlen von Getreide, sondern auch zum Zerkleinern der großen Gipsvorkommen benötigt. Von 13 Windmühlen existieren heute nur noch „Le Radet“ und „Le Blute-Fin“. Letztere fungierte im 19. Jahrhundert als Tanzlokal. Renoirs weltberühmtes Gemälde „Ball im Moulin de la Galette“ machte das beliebte Gartenrestaurant unsterblich.

Mur des je t’aime

Je t'aime Mauer 1 Geheimtipp ParisMauern stehen normalerweise für Abgrenzung. Die im romantischen Garten des Square Jehan Rictus errichtete Ich-Liebe-Dich-Mauer soll das Gegenteil bewirken. Auf einer 40 Quadratmeter großen Fläche wurden 311 Liebesbotschaften in 250 Sprachen verewigt. Gesammelt und in Szene gesetzt wurden sie von den Künstlern Frédéric Baron und Claire Kito.

Mehr über die Je t’aime-Mauer

Moulin Rouge

Montmartre Moulin Rouge Paris NachtlebenSeit seiner Eröffnung 1889 steht das Kabarett Moulin Rouge für frivole Attraktionen und Unterhaltung der Spitzenklasse. Die dekadente Atmosphäre zieht bis heute viele Künstler und berühmte Persönlichkeiten an. Henri de Toulouse-Lautrecs Plakate für das Varietétheater sind weltberühmt. Viele zeigen die Tänzerin „La Goulue“, die einst beim wilden Cancan ihre wohlgeformten Beine zeigte. 1957 wurde die Deutsche Doris Haug zur Mutter der Cancan-Girls und führte die Revuen des Hauses in eine neue Zeit.

Mehr über die Pariser Kabaretts


Fotos – Friedhof: JHvW – Espace Dali: MissCookie1994 – Musée de Montmartre: Musée de Montmartre – Alle CC-Lizenz, via Wikipedia Commons

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