Crêpes essen in Paris | 5 leckere Crêperien

Wein, Foie Gras, Froschschenkel, Camembert, Baguette oder Cassoulet – Frankreich wird mit vielen kulinarischen Spezialitäten in Verbindung gebracht. Oft wird jedoch ein ganz einfaches Gericht vergessen: die Crêpes!

Auch wenn das Gericht ursprünglich aus der Bretagne kommt, hat es sich im Laufe der Jahrhunderte in ganz Frankreich verbreitet, sodass es heute zu den französischen Nationalgerichten gehört. Crêpes werden in Frankreich und Paris das ganze Jahr über gegessen, auch als Festessen (an der Lichtmess und am Faschingsdienstag) oder als Imbiss to go!

Süße und herzhafte Crêpes

Wenn man Crêpes erwähnt, denken die meisten Leute zuerst einmal an die süßen Crêpes, die mit Zucker, Eis, Nutella oder Konfitüre verzehrt werden und auch in Deutschland weit verbreitet sind.

Doch es gibt auch herzhafte Crêpes, die man Galettes nennt. Diese werden mit Hilfe von Buchweizen gebacken, was ihnen einen etwas anderen Geschmack und eine dunklere Farbe verleiht. Diese Crêpes werden mit herzhaften Zutaten verzehrt, wie z.B. Schinken, Käse, Ei oder Crème fraîche.

Crepes Suess Herzhaft
Süße Crepes und herzfhafte Galette

In französischen Crêperien ist es üblich, eine herzhafte Galette als Vorspeise/Hauptgericht zu wählen und einen süßen Crêpe als Nachspeise. Wundern sie sich deshalb nicht, wenn der Kellner nochmal mit der Karte ankommt, wenn Sie ihre Galette gegessen haben!

Traditionell trinkt man zu Crêpes einen leckeren bretonischen Cidre (Apfelwein). Hier unterscheidet man zwischen dem herben Cidre („Brut“, ca. 5 % Alkohol) und dem süßen Cidre („Doux“, ca. 2 %). Da die Cidre Brut meistens sehr herb sind, rate ich generell zum Cidre Doux.

Meine 5 Crêperie-Empfehlungen für Paris

1. Belle Ronde

Die Belle Ronde ist ein wunderschöne Crêperie, die sich in einem Hinterhof in der Rue Daguerre befindet. Das Lokal überzeugt mit sehr schöner Deko (bunte Elemente gemischt mit klassischen Accessoires) und einer äußerst netten Bedienung. Besonders gut schmeckt hier die Galette Scala mit Parmaschinken, Melone und Crème fraîche. Das Nonplusultra dieser Crêperie ist jedoch die gemütliche Terrasse! Geschmacklich nicht die beste Crêperie dieser Liste, doch der Hinterhof garantiert in jedem Fall einen gemütlichen Abend!

Belle Ronde Creperien Paris

Crêperie Belle Ronde
19 rue Daguerre
75014 PARIS

Metro 4, 6 – Station: Denfert-Rochereau

2. Breizh Café – der Klassiker

Wenn man in Frankreich über Crêperien spricht, wird oft das Breizh Café erwähnt. Auf der Seite der französischen Zeitung Le Figaro wird das Lokal sogar als die beste Crêperie der Hauptstadt angeführt. Auch wenn die Einrichtung hier relativ modern ist und nicht unbedingt bretonisches Flair verbreitet, muss man zugeben, dass die Gerichte äußerst lecker sind. Das erste Breizh Café wurde ursprünglich von einem Bretonen in Tokyo eröffnet. Nach dem Erfolg dieses ersten Gasthauses wurden weitere Restaurants in Paris und in der Nähe des Mont St.-Michels gegründet.

Breizh Creperie Marais

Breizh Café
109 Rue Vieille du Temple
75003 PARIS

Metro 8 – Station: Saint-Sébastien – Froissart

3. Crêperie Josselin

Eine Reise in die Bretagne! Die Crêperie Josselin befindet sich in der Nähe der Tour Montparnasse und gehört zu den Top-Crêperien von Paris. Beweis dafür ist die lange Warteschlange vor dem Lokal. Planen Sie am Freitag Abend +- 20 Minuten Wartezeit ein. Reservierungen werden nicht angenommen. Doch das Anstehen lohnt sich: Die Crêpes sind äußerst lecker und großzügig belegt, und die urige Einrichtung der Gastwirtschaft versprüht bretonisches Flair, das Sie nirgends anders in Paris finden werden!

Josselin Crepe Paris

Crêperie Josselin
67 Rue du Montparnasse
75014 PARIS

Metro 4, 6, 12, 13 – Station: Montparnasse-Bienvenüe
Metro 6 – Station: Edgar Quinet

4. Des Crêpes et des Cailles

Diese kleine Gaststätte befindet sich im wunderschönen Viertel Buttes aux Cailles, in der Nähe der Place d’Italie. Wer sich für dieses Lokal entscheidet, sollte früh da sein (ca. 19:30 Uhr), um einen der ca. 20 Plätze du bekommen. Was mir hier gefällt: Man kann der Wirtin beim Crêpes machen zugucken und man weiß also, was man auf den Teller bekommt – wie bei Mutti zu Hause! Die Crêpes sind sehr lecker, einige Getränke leider einen Tick zu teuer, auch für Pariser Verhältnisse: 6 € für ein bretonisches Bier und 4 € für eine Flasche Perrier. Doch wer trinkt schon Bier und Wasser in einer Crêperie? Wer in Eile ist, kann die Crêpes auch zum Mitnehmen kaufen.

Crepes et des Cailles Creperie Paris Geheimtipps

Des Crêpe et des Cailles
13 Rue de la Butte aux Cailles
75013 PARIS

Metro 6 – Station: Corvisart

5. Der Geheimtipp: die Rue Montparnasse, eine Straße voller Crêperien!

Es gibt im Süden von Paris eine Straße, in der sich eine Crêperie an die andere reiht: die Rue Montparnasse – ein absoluter Geheimtipp für Crêpes-Liebhaber! Hier befindet sich auch die Crêperie Josselin, über die ich schon oben berichtet habe. Bei meinem letzten Besuch in diesem Crêpes-Paradies waren wir in der Crêperie des Cormorans, die ich nur weiterempfehlen kann. Ich hatte mich für eine Galette mit Steak haché (Hackfleisch-Steak), Blauschimmelkäse und Ei entschieden – lecker!

Auch in der Nebenstraße Rue Odessa gibt es einige leckere Crêperien. Darunter auch die Lokale Ty Billig, Les Glenan und Le Flibustier (gleicher Besitzer), die den „Preis des originellsten Crêpes 2014“ erhalten haben.

Rue Montparnasse Crepe Creperien Paris

Rue Montparnasse
75014 PARIS

Metro 4, 6, 12, 13 – Station: Montparnasse-Bienvenüe
Metro 6 – Station: Edgar Quinet

… und zum Schluss noch ein paar kleine Tipps!

Crêpes und Galettes sind relativ einfache Gerichte. Sie können in der Wahl einer Crêperie eigentlich nicht viel falsch machen – egal, für welche Sie sich entscheiden. Preislich liegen Galettes zwischen 5 und 10 €. Die süßen Crêpes kosten zwischen 3 € und 8 €. Wenn Sie zum ersten Mal in einer Crêperie essen gehen und auf der sichere Seite sein wollen, rate ich ihnen, die Rue Montparnasse zu besuchen (und insbesondere die Crêperien Cormoran und Josselin). Wo es den vermeintlich besten süßen Crêpe von Paris gibt, verrät euch Laura-Lee auf ihrem Blog The Travellette!

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